Das zufäl­lig mit­ge­hör­te Tele­fon­ge­spräch

Das zivil­recht­li­che all­ge­mei­ne Per­sön­lich­keits­recht des Gesprächs­part­ners eines Tele­fon­ge­sprächs ist ver­letzt, wenn der ande­re einen Drit­ten durch akti­ves Han­deln ziel­ge­rich­tet ver­an­lasst, das Tele­fon­ge­spräch heim­lich mit­zu­hö­ren. Aus der rechts­wid­ri­gen Erlan­gung des Beweis­mit­tels folgt ein Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot: Der Drit­te darf nicht als Zeu­ge zum Inhalt der Äuße­run­gen des Gesprächs­part­ners ver­nom­men wer­den, der von dem Mit­hö­ren kei­ne Kennt­nis hat.

Das zufäl­lig mit­ge­hör­te Tele­fon­ge­spräch

Konn­te ein Drit­ter zufäl­lig, ohne dass der Beweis­pflich­ti­ge etwas dazu bei­getra­gen hat, den Inhalt des Tele­fon­ge­sprächs mit­hö­ren, liegt kei­ne rechts­wid­ri­ge Ver­let­zung des zivil­recht­li­chen all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts des Gesprächs­part­ners vor. In die­sem Fall besteht des­halb auch kein Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 23. April 2009 – 6 AZR 189/​08

Das zufällig mitgehörte Telefongespräch