Was bei der Verwendung bei Bildern im Internet zu beachten ist

Wer Bilder im Netz nutzt, wird sich sich­er schon mit dem Urhe­ber­recht auseinan­derge­set­zt haben. Denn ger­ade hier muss man immer auf der Hut sein, um wirk­lich schnell reagieren zu kön­nen. Viele Blog­be­treiber kön­nen ein Lied davon sin­gen, wenn ein Urteil gefällt wurde und sie den Blog, mit oft­mals mehreren Tausend Bildern, durch­forschen müssen, um diese eventuell auszu­tauschen. Um aber immer auf der sicheren Seite zu sein, ist es natür­lich ide­al, nur eigene Bilder zu ver­wen­den. Doch auch hier gibt es einige Beson­der­heit­en!

Was bei der Verwendung bei Bildern im Internet zu beachten ist

Eigene Bilder und ihre Besonderheiten

Mit eige­nen Bildern kann man nichts falsch machen wer­den viele denken. Doch auch hier gibt es einige wichtige Dinge zu beacht­en. Näm­lich dann, wenn Per­so­n­en auf den Bildern sind. Dabei gibt es fol­gende Unter­schiede:

  • Ist das Foto von ein­er Per­son, muss diese zur Veröf­fentlichung zus­tim­men. Bei Kinder­bildern müssen die Eltern zus­tim­men.
  • Sind mehrere Per­so­n­en auf dem Foto, also ist es ein Grup­pen­fo­to, muss man eben­falls auf­passen. Denn ger­ade hier gibt es einen Irrglaube, der fatal enden kann. Denn egal wie groß die Gruppe ist, die Sie fotografieren, müssen Sie die Ein­willi­gung jedes Beteiligten ein­holen, um dieses Bild zu veröf­fentlichen!
  • Allerd­ings gibt es eine Aus­nahme. Sind die Per­so­n­en bzw. die Gruppe nur „Bei­w­erk“ auf ein­er Ver­anstal­tung, ein­er Land­schaft oder ein­er Örtlichkeit, ist die Veröf­fentlichung ohne Ein­willi­gung der jew­eili­gen Per­so­n­en möglich. Dabei muss auf dem Bild aber klar zu erken­nen sein, dass Sie nur die Örtlichkeit fotografiert haben und die Per­so­n­en auf dem Foto nicht her­vorge­hoben wer­den.
  • Fotos auf Pri­vat­grund­stück­en unter­liegen auch eini­gen Regeln. Denn hier gilt das Haus­recht und jed­er, der Fotos von Pri­vathäusern oder –gärten veröf­fentlicht, müsste prak­tisch die Ein­willi­gung des Besitzers vor­liegen haben, um diese veröf­fentlichen zu dür­fen.

Nach wie vor ist es rel­a­tiv schwierig, auf all diese Punk­te einzuge­hen bzw. die Ein­willi­gun­gen von prak­tisch frem­den Per­so­n­en einzu­holen. Vor allem auch deshalb, weil es ständig neue Kla­gen und somit auch Urteile gibt. Aus diesem Grund sollte jed­er Fotograf oder Hob­by­fo­tograf einen Mod­el Release in der Foto­tasche haben, um sich die erforder­liche Ein­willi­gung bei der fotografierten Per­son zu holen. Wichtig dabei ist, dass der Mod­el Release in der jew­eili­gen Lan­dessprache und in Englisch ver­füg­bar sein sollte.

Was darf nicht veröffentlicht werden?

Auf keinen Fall veröf­fentlich wer­den dür­fen Fotos, die von ein­er anderen Web­seite sind, wenn man nicht die entsprechende Genehmi­gung dafür hat. Doch auch dann ist noch lange nicht klar, wer das Foto über­haupt gemacht hat. Denn es nutzt Ihnen nichts, wenn Sie die Ein­willi­gung zur Veröf­fentlichung von dem Betreiber der Inter­net­seite haben, dieser das Foto aber selb­st nicht gemacht hat. Denn auch dann müssen Sie mit ein­er Abmah­nung rech­nen.

Eben­falls ver­boten sind Fotos, die in Ladengeschäften gemacht wer­den. Lidl, Sat­urn und viele weit­ere Geschäfte haben ganz klar fest­gelegt, dass keine Fotos der Räum­lichkeit­en veröf­fentlicht wer­den dür­fen. Auße­nauf­nah­men hinge­gen sind meist kein Prob­lem.

Weit­er­hin dür­fen Polizis­ten im Ein­satz nicht fotografiert wer­den bzw. die Bilder dür­fen nicht veröf­fentlicht wer­den. Anders hinge­gen sieht es bei Fotografien aus, in denen Polizis­ten nur ein „Bei­w­erk“ sind. Diese Bilder dür­fen hinge­gen veröf­fentlicht wer­den.

VORSICHT: Das ist nicht in allen Län­dern der Fall. In Spanien beispiel­sweise dür­fen keine Polizis­ten und auch keine Streifen­wa­gen fotografiert wer­den. Wer das doch tut und die Bilder auch noch veröf­fentlicht, kann mit empfind­lichen Strafen belegt wer­den. So hat eine junge Frau eine Strafe von 800 € im August 2015 zahlen müssen, da sie ein Polizeiau­to, welch­es auf einem Behin­derten­park­platz stand, veröf­fentlicht hat.

Jed­er, der Fotos ins Inter­net stellt, sollte sich daher nochmal genau informieren, wie zurzeit der Stand der Dinge ist, bevor Abmah­nun­gen oder Geld­bußen dro­hen!

Weit­er­führende Quellen:

 

Was bei der Verwendung bei Bildern im Internet zu beachten ist